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Ihr Michael Grabow

Termine

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Berichte

Ansprache beim Gottesdienst zur Erteilung der Vocatio

Gottesdienst zur Erteilung der Vocatio
an die staatlichen Lehrkräfte zur Erteilung von Evangelischem Religionsunterricht am 8. Juli 2016

Ansprache von Regionalbischof Michael Grabow

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

ich habe mich sehr über unser Treffen vor 14 Tagen gefreut und habe den fröhlichen und freien Gedankenaustausch sehr genossen. Auch wenn nicht alle von Ihnen teilnehmen konnten, so tat es doch gut, einander ein wenig kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen über Fragen der Ausbildung, Ihre konkreten Erfahrungen und auch darüber, wie Kirche Sie in ihren Aufgaben unterstützen kann.

Besonders habe ich mich über Ihre frische Motivation und Ihre große Begeisterung gefreut, mit der Sie den Religionsunterricht angehen. Sie haben mir von den großen Chancen berichtet, die Sie gerade in diesem Fach für die Kinder sehen. Hier können Schülerinnen und Schüler als ganze Person vorkommen – mit ihren Fragen, ihren kleinen und großen Nöten, aber auch mit ihrer Kreativität und ihrer Neugier auf das Leben, auf die Welt, und auf das, was diese Welt zusammenhält. Ihrer Neugier auch auf den, der diese Welt zusammenhält – Gott.

Besonders spannend fand ich unseren Austausch darüber, was Ihnen Ihre Vocatio bedeutet: Privileg und Ehre, so haben Sie spontan gesagt. Und dass sie Ihnen Rückendeckung gibt, weil es ein Zeichen des Vertrauens durch Ihre Kirche bedeutet. Ich denke, das ist auch das Erste und Wichtigste, was Sie brauchen: dieses Gefühl, von Ihrer Kirche getragen zu sein, Ihre Kirche im Rücken zu haben bei dieser so schönen, aber auch manchmal schwierigen und herausfordernden Tätigkeit im RU. Es ist ein besonderes Fach, das aus dem „normalen“ Fächerkanon herausfällt und besondere Chancen bietet: Sie haben es eine „Blase innerhalb des Schulalltags“ genannt, die Freiraum bietet für andere Themen und ermöglicht, mehr auf die Schüler und ihre ganz eigenen Themen einzugehen. Und eine sagte: Ich finde es wunderbar, dass ich ein so besonderes, ein so schönes Fach lehren darf.

Aber sie wissen auch, dass es manchmal auch ein angefochtenes Fach ist, nicht zuletzt, wenn man von Rektorat und manchen Kollegen nicht so positiv gesehen wird, wie es dem Fach zustünde. Da braucht es die Rückendeckung durch Kirche umso mehr.

„Ich bin froh, dass wenigstens unsere Kirche uns nicht nur so gehen lässt, sondern uns einen feierlichen und würdigenden Abschluss ermöglicht mit Segen und fröhlicher Feier“, so haben Sie gesagt.

Ein Notanker kann Vocatio sein, sagte eine von ihnen – wahrscheinlich dann, wenn es einmal nicht so läuft, wie man es möchte. Da tut es gut, sich zu erinnern an den offiziellen Auftrag und an den Segen, den Sie heute bekommen. Und eine von Ihnen sagte: „Segen bedeutet für mich auch, dass es ein geschützter Ort bleibt.“

Sie begleiten junge Menschen bei Ihren manchmal ersten Schritten hinein in ihren Glauben und, wenn es gelingt, hinein in ihre Kirche. Unsere Kirche dankt Ihnen, dass Sie sich als Pädagoginnen und Pädagogen dieser Aufgabe stellen wollen. Ich hoffe auch, dass Sie an Ihren zukünftigen Einsatzorten die Möglichkeit bekommen, weiter Religionsunterreicht zu geben.

Landeskirchenamt und Schulreferentenversprechen, Sie bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit zu unterstützen.

Wir bitten Sie, Ihre Erfahrungen in Kirche und Gemeinde einzubringen, und legen Wert auf Ihren Rat, auch auf Ihre Kritik.