Segnung der neuen Nebelhornbahn

Segnung der Nebelhornbahn beide Bischöfe
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Regionalbischof Axel Piper appellierte im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder in der Segunung der neuen Kabinienbahn am Nebelhorn, die Natur als Garten Gottes besser zu schützen und zu pflegen. Nach einer musikalischen Darbietung der Buchenberger Büchlbläser mit ihren selbstgebauten Holzblasinstrumenten begrüßte der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Nebelhornbahn-AG Michael Lucke die Gäste im Gebäude der neuen barrierefreien 10er-Kabinen-Umlaufbahn. Nach nur einem Jahr Bauzeit sei die höchste Bergbahn des Allgäus im Mai 2021 in Betrieb gegangen. Die Region lebe vom Tourismus, dieser sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Bayern, wandte Lucke sich an die Anwesenden. Die beiden Vorstände der Nebelhornbahn AG, Johannes Krieg und Henrik Volpert, blickten in ihrer Ansprache auf die Geschichte der Seilbahn zurück. Mit der Einweihung im Jahr 1930 habe man damals eine mutige Entscheidung getroffen, so Krieg. Die Jahrhundertkrise Corona habe leider den Bau der jetzt fertiggestellten Bahn überschattet - die Krise werde große Auswirkungen auf die Bilanzen für die kommenden Jahre haben.

Auf den Bergen finde man nicht nur einsame Alpinisten, stellte Ministerpräsident Dr. Markus Söder fest. Der Tourismus schaffe den Dreisprung aus Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung, betonte er. „Ich bin ein Fan des Allgäus, es ist eine der schönsten Regionen Deutschlands und ich mag den Menschenschlag“, bekannte Söder. Nach 90 Jahren sei nun eine der ältesten Bergbahnen Deutschlands in den Ruhestand versetzt und durch eine neue ersetzt worden. „Erste Klasse, erste Sahne“, lautete sein Kommentar zum Ergebnis. 55 Millionen Euro habe der Bau gekostet, 11 Millionen habe der Freistaat Bayern beigesteuert, erklärte er. Mit intelligenten Konzepten naturnahen und naturschonenden Tourismus zu fördern, sei das Ziel der Staatsregierung. Die Bahn biete Komfort für Mensch und Natur und befördere die Gäste im Flüstermodus ohne Umstieg in 20 Minuten auf den Gipfel. „Sie hat zwar gelbe Gondeln, sie ist aber eine grüne Bahn“, lobte Markus Söder. Der Strom werde aus regenerativer Energie erzeugt, die Gebäude wurden aus nachhaltigen Rohstoffen gebaut, so der Ministerpräsident.

Ländrätin Indra Baier-Müller bezeichntete in ihrer Ansprache die neue Bahn als ein Juwel, das ein Aushängeschild für Oberstdorf sei. Die Investitionen, die die Oberstdorf-Kleinwalsertal-(OK)Bergbahnen in den vergangenen Jahren getätigt hätte, stärke die Region, fuhr sie fort. Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King dankte in seiner Rede allen Investoren und am Bau Beteiligten für das ansprechende, nachhaltige Gebäude der Talstation in Oberstdorf, das man als „Tor zum Berg“ bezeichnen könne. „Das Gebäude ist fast schon ein Versprechen für schöne Stunden am Berg“, bemerkte er. Die OK-Bergbahnen verschafften den Gästen ein 365-Tage-Erlebnis auf den Gipfeln und seien ein wichtiger Baustein des Tourismus. Ministerpräsident Markus Söder und beide Bischöfe hielten ihren heutigen Besuch mit einem Eintrag ins Goldene Buch des Marktes Oberstdorf sowie des Landkreises Oberallgäu fest.