Geschichte des Kirchenkreises Augsburg und Schwaben
Geschichte des Kirchenkreises Augsburg und Schwaben

Geschichte des Kirchenkreises Augsburg und Schwaben

Evangelische Vorgeschichte im Kirchenkreis

Im Kirchenkreis Augsburg und Schwaben gibt es zahlreiche Stätten von geschichtlicher Bedeutung – gerade für die Reformation: das Augsburger Bekenntnis von 1530 ist bis heute lutherisches Grundbekenntnis und gibt vielen lutherischen Kirchen weltweit ihren Namen. Die Memminger Bauernartikel von 1525 sind ein „Monument der deutschen Freiheitsgeschichte“, wie der frühere Bundespräsident Johannes Rau einmal gesagt hat. Sie sind ein Beispiel dafür, dass christlicher Glaube sich für die grundlegenden Rechte der Menschen einsetzt. Der Augsburger Religionsfriede von 1555 und das Augsburger Friedensfest von 1650 sichern ein friedliches Zusammenleben der Konfessionen in der Stadt über viele Jahrhunderte und sind auch heute Vorbild und Auftrag für das Miteinander der Religionen bei uns. Im Jahr 1999 unterzeichneten der Lutherische Weltbund und die römisch-katholische Kirche die „gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ – ein wichtiger Schritt der ökumenischen Verständigung

Tradition und Diaspora

Die ehemals freien Reichsstädte Augsburg, Kaufbeuren, Kempten, Lindau, Memmingen und Nördlingen, sowie etliche Ortschaften, vor allem im Ries, blicken auf eine lange evangelische Tradition zurück.

Der größte Teil des Kirchenkreises Augsburg und Schwaben jedoch ist Diasporagebiet: evangelische Christinnen und Christen sind in der Minderheit. Viele Kirchengemeinden erstrecken sich über mehrere politische Gemeinden. Aus dieser Situation ist vielerorts ein gutes ökumenisches Miteinander gewachsen.